Ruppertsklamm-Wanderung: Abenteuer in besonderem Klima

Ruppertsklamm wandern: Blick von oben in die Klamm mit ihrem besonderen Mikroklima

Wer eine Ruppertsklamm-Wanderung plant, kann die Tour relativ kurz halten und auf die Ruppertsklamm beschränken. Die hier vorgestellte Ruppertsklamm-Wanderung bietet neben dem kleinen Abenteuer Ruppertsklamm: Aussichten auf Rhein und Lahn, die auch beide überquert werden, eine Sonnenliege, ein Fort und eine Burg. Die Wanderung folgt etwas abgewandelt einem Teil des Rheinsteigs. Hinweise zu GPS-Daten, Dauer und Abkürzung gibt’s wie bei den meisten Wanderungen am Ende des Textes.

Ruppertsklamm: Naturschutzgebiet & Mikroklima

In der engen Ruppertsklamm herrscht durch den tiefen Einschnitt in den Schieferfels, die Feuchtigkeit und die Ausrichtung der Klamm ein besonderes Mikroklima. Ein Klima, in dem sich viele seltene Tier- und Pflanzenarten wohl fühlen. Deshalb steht die Ruppertsklamm unter Naturschutz.

Zwischen 1910 und 1912 wurde die Klamm erschlossen, seit 1936 ist sie Naturschutzgebiet. Auf etwa halber Strecke durch die Klamm erinnert eine Gedenktafel an Theodor Zais, der die Ruppertsklamm für Wanderer erschlossen hatte.

Ruppertsklamm wandern: interessante Stationen auf dem Weg

Burg Lahneck

Startpunkt für die Wanderung durch die Ruppertsklamm ist am Bahnhof Oberlahnstein, nicht weit entfernt von der Stelle, an der die Lahn in den Rhein fließt. Bevor die Wanderung die Lahn quert, geht es hoch zur Burg Lahneck (Besichtigung kostet Eintritt). Wie auch die Ruppertsklamm ist die Burg Lahneck seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Auf dem Weg zur Ruppertsklamm: Burg Lahneck

Um die im 13. Jahrhundert erbaute Burg ranken sich einige Sagen und Geschichten. Darunter auch die der 17-jähringen Touristin Idilia Dubb aus Edinburgh. 1851 soll sie auf dem Bergfried der Höhenburg verdurstet sein. Eine morsche Treppe war eingestürzt, nachdem sie sie hinaufgegangen war. Während Idilia Dubb ein Tagebuch hinterlassen haben soll, hat Goethe Burg Lahneck seinen „Geistesgruß“ gewidmet.

Hoch auf des Turmes Zinnen steht
Des Helden edler Geist,
Der wie das Schiff vorrübergeht,
Es wohl zu fahren heißt.

Sieh, diese Senne war so stark,
Das Herz so fest und wild,
Die Knochen voll von Rittermark,
Der Becher angefüllt.

Mein halbes Leben stürmt ich fort,
Verdehnt die Hälft` in Ruh-
Und du, du Menschenschifflein dort,
Fahr immer, immer zu.

Ruppertskamm-Wanderung: fast alpin

Weiter geht es zur Lahnbrücke, über diese hinweg zum Einstieg in die Ruppertsklamm. Spätestens hier folgt die Wanderung durch die Ruppertsklamm gut sichtbar dem Symbol des Rheinsteigs.

Sattes grün in der wildromantischen Ruppertsklamm

Wanderweg durch die Ruppertsklamm

Diese Rheinsteig-Etappe durch die Ruppertsklamm kann man natürlich in beide Richtungen laufen. Bei der hier vorgestellten Wanderung steigt man die Ruppertsklamm hinauf und nicht hinab. So kommen die Reize der aufragenden Felswände und dunkelgrünen Farne, die der Schlucht etwas Geheimnisvolles verleihen, noch besser zur Geltung.

Etwas abenteuerlich geht es hier über Brücken und Stege, einige Teile sind mit Seilen gesichert. 235 Höhenmeter legt man auf 1,5 km Weg durch die Schlucht zurück. Gute Schuhe sind also empfehlenswert. Und bei nassem Wetter sollte man besonders aufpassen, damit man nicht ab- oder ausrutscht.

Ruppertsklamm aktuell (Corona)

Laut meinen Informationen (Stand April 2021) kann die Ruppertsklamm nur von unten nach oben durchquert werden. Die Wege sind teils sehr schmal – so soll verhindert werden, dass in Zeiten der Pandemie Menschen zu dicht aneinander vorbeilaufen müssen. (Aktualisierte) Infos zu den Regelungen findet man vermutlich auch in der nächsten Zeit u. a. auf der Website des Rheinsteigs >>

Von Klamm zum Fort Asterstein

Der Rheinsteig führt durch einen Teil von Koblenz eigentlich zur Festung Ehrenbreitstein. Je nach Lust und Energie kann man in Koblenz noch zum Fort Asterstein oder aber direkt den Rhein queren, um zum Koblenzer Hauptbahnhof zu laufen.  

Das Fort Asterstein gehört wie Burg Lahneck und Ruppertsklamm zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Es wurde zu preußischen Zeiten errichtet und als Kasernenbau für preußische Soldaten genutzt. Fort Asterstein ist Teil der ehemaligen Großfestung Koblenz, offiziell „Festung Koblenz und Ehrenbreitstein“. Das Fort ist damit Teil eines ausgeklügelten Systems von preußischen Festungswerken, das den ehemals strategisch wichtigen Zusammenfluss von Rhein und Mosel sicherte.

Aktuell wird es mit anderen Festungen in Koblenz fit gemacht für die Bundesgartenschau 2029. 2018 wurde bereits mit Umbauarbeiten zu einem Geschichtspark begonnen.

Ruppertsklamm-Wanderung: praktische Infos & GPS-Daten

Kurzüberblick: Wanderung durch die Ruppertsklamm

Länge: 8,75 km (kann unkompliziert verlängert werden, auch als Rundwanderung ) | Auf-/Abstieg: 360 Hm auf und 250 Hm ab | Dauer: 2,5 bis 3 Std. | Anfahrt: mit ÖPNV möglich |
Technik: + + + + + + | Kondition: + + + + + + | Landschaft: + + + + + + | Erlebnis: + + + + + +

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Ruppertsklamm wandern: hin & weg

Anfahrt/Rückfahrt: Mit Bahn und/oder Bus nach/von Oberlahnstein/Koblenz Hauptbahnhof +++ Ansprechpartner: Rheinsteig-Information, Service-Hotline, Tel.: +49 (0)261-97 38 47 0 (Mo – Fr: 8.00 – 17.00 Uhr), E-Mail: info@rheinsteig.de; Wegemanagement: Fragen und Hinweise zu Markierung, Wegweisung sowie Wegezustand: Carolin Gemein, Tel.: +49 (0)261 – 97 38 47 22, E-Mail: wegemanagement@rheinsteig.de +++ Stand: April 2021

Wanderung durch die Ruppertsklamm: GPS-Daten

Ruppertsklamm mit ca. 20 Kilometer

Die Wanderung folgt über einige Kilometer dem Rheinsteig. Aber nicht dauernd. Die Ruppertsklamm-Wanderung findet man auf meinem Komoot-Profil >>

Ruppertsklamm mit ca. 10 Kilometer

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